Münchhalde
Kontaktperson: Jürg Ochsner,
Stufe der Umsetzung auf dem Weg zur rauchfreien Schule: 4
Zwei Punkte haben fürs Schulhaus Münchhalde den Ausschlag gegeben, bei der rauchfreien Schule mitzumachen. Einerseits rauchende Schülerinnen und Schüler und andere disziplinarische Schwierigkeiten, andererseits eine Diskussion im Lehrkörper über den Umgang mit Regeln.
Das Kollegium des Oberstufenschulhauses im Zürcher Seefeld hat sich dazu entschlossen, ein neues Regelwerk zu erarbeiten. Zu diesem Zweck wurde eine Arbeitsgruppe gegründet. Bei der Zusammensetzung wurde darauf geachtet, nicht nur NichtraucherInnen, sondern auch einen Raucher dabei zu haben. Sie besteht aus LehrerInnen und dem Abwart. Vertretungen der Eltern und SchülerInnen gibt es keine. Die Arbeitsgruppe hat bereits mehrere Fassungen einer neuen Hausordnung vorgelegt. Inhaltlich geht es natürlich nicht nur ums Rauchen, sondern auch um andere Drogen, den Gebrauch von Mobiltelefonen und den allgemeinen Umgang miteinander. Beim Rauchen hat man sich darauf geeinigt, dieses nicht nur auf dem Schulareal zu verbieten, sondern auch in dessen Sichtweite. Einen wichtigen Platz nimmt das Thema Sanktionen ein. Im Lauf des Prozesses hat man gemerkt, dass viele Sachverhalte kantonal oder städtisch bereits verbindlich geregelt sind und gar kein Spielraum besteht.
Da bereits ein Kontakt zu Züri Rauchfrei bestand, hat sich schnell eine gute Zusammenarbeit ergeben. Das Schulhaus Münchhalde hat sich entschieden, das Instrumentarium des Projektes „Auf dem Weg zur rauchfreien Schule“ zu nutzen und Projektschule zu werden. Für die Diskussion der Hausordnung wurde Züri Rauchfrei angefragt, diese zu moderieren und mit Hinweisen zu unterstützen. In dieser Sitzung hat man trotz lebhafter Diskussion einen Konsens gefunden. Die strittigsten Punkte werden wurden in einer zweiten Sitzung, wiederum mit Begleitung von Züri Rauchfrei, verhandelt. Generell hat man versucht, die Hausordnung zu straffen. Ein Anliegen war es auch, nicht nur Verbote und Strafen aufzulisten, sondern auch das Ziel eines positiven Zusammenwirkens festzuhalten und diesem mehr Platz einzuräumen. Zudem hat man versucht, vom Amtsdeutsch abzurücken und mit „Ich-Formulierungen“ persönlich und damit auch verbindlich zu sein.
Das Thema Logbuch, in dem Verstösse der Schülerinnen und Schüler festgehalten werden sollen, ist besonders strittig und wird vorerst nicht eingeführt. Heute herrscht Unzufriedenheit, dass nicht alle Lehrkräfte dasselbe als Regelverstösse betrachten und zum Teil gar nicht beziehungsweise unterschiedlich sanktionieren.